Deutsche Shooto VereinigungDas Jahr 2012 ist zumindest aus Sicht von Shooto Germany gelaufen. Die Saison wurde mit der Deutschen Meisterschaft im Shooto Grappling erfolgreich zu Ende gebracht, 14 Amateure haben den Sprung ins Profilager geschafft und man wendet sich nun den Zielen und Plänen für 2013 zu. In der Jahresabschluss Sitzung der Shooto Kommission und von Shooto Germany wurden dabei gestern einige Punkte und Vorhaben diskutiert, die im kommenden Jahr den Erfolg und das Wachstum von Shooto in Deutschland weiterhin stabilisieren und ausbauen sollen. Exklusiv hier auf Kakutogi werden nun einige dieser Pläne bekannt gegeben.

Es ist Zeit für die dritte Gewalt

In Japan ist es schon lange so umgesetzt: die Drei-Gewalten-Teilung im Shooto. Shooto wurde in Japan auf drei unabhängig von einander agierenden Säulen aufgebaut. Die Shooto Kommission überwacht die Aus- und Weiterbildung der Kampfleiter und Punkterichter, pflegt die Ergebnisse der Kämpfe in die Rankings ein, ist verantwortlich für die Einteilung der Sportler in die jeweiligen Leistungsklassen und überwacht die Einhaltung aller Regeln und Vorschriften des Shooto bei den Events. Das Promoterlabel “Shooto” veranstaltet Wettkämpfe für die Profis im Shooto und ist eigentlich nach außen hin die am meisten wahrgenommene Instanz des Shooto. Hier geht es darum, die Profis der B und A Klasse in interessanten Kämpfen gegeneinander antreten zu lassen und Titelkämpfe, die von der Kommission genehmigt werden, durchzuführen. Die dritte und wichtigste Säule ist die Shooto Association, der Verband, der das Shooto auf Amateur- und Schulebene strukturiert. Die Association ist verantwortlich für die Abhaltung von genügend Amateurwettkämpfen, den Ausbau des sportlichen Niveaus im Shooto und die Strukturierung des Unterrichts in den Gyms und den Austausch der Schulen untereinander.

Gerade hier will man nach drei Jahren “Probezeit” nun endlich ansetzen. Bisher gab es keine klare Trennung im Aufgabenbereich zwischen Profis und Amateuren bei Shooto Germany und das soll sich im kommenden Jahr ändern. Sowohl Philipp Krebs, als auch Peter Angerer, erachten es für notwendig, nun mit dem Shooto den nächsten Schritt in Deutschland zu machen und eine klare Gewaltentrennung in allen drei Bereichen, wie in Japan, zu schaffen. Angesichts des Erfolges von Shooto in unserem Land als Institution für geregeltes und faires MMA, wurde gestern nun beschlossen, dass noch im Frühjahr 2013 eine klare Trennung in diesen drei Aufgabengebieten erfolgen soll. Zu diesem Zweck wird voraussichtlich im März 2013 die “German Shooto Association” als gemeinnütziger Verein gegründet. Alle Mitglieder und Schulen des Shooto werden dann in der Association organisiert und bestimmen demokratisch den Weg des Shooto in Deutschland im Amateurbereich und als eigenständige Sportart. Geplant ist zudem die Einrichtung von Trainingsstützpunkten und Shooto Vertretungen auf Ebene der Bundesländer, welche als direkter Ansprechpartner für alle Shooto Interessierten in dem jeweiligen Bundesland fungieren sollen. Der Termin für die Gründungsversammlung, zu welcher alle Kampfsportler – egal, ob bisher Mitglied oder nicht – eingeladen sind, wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben. Zudem wird es die Möglichkeit geben, Diskussionspunkte vorab mitzuteilen und auf die Tagungsordnung der Gründungsversammlung zu setzen. Von Anfang an will man somit allen interessierten Kampfsportlern Gehör verschaffen. Eine entsprechende Mitteilung wird noch bis spätestens Anfang Januar hier auf Kakutogi veröffentlicht.

De-Zentralisierung im Jahr 2013

Shooto war bisher bis auf einige wenige Ausnahmen nur im Süden bei Wettkämpfen präsent. Das wird man im kommenden Jahr ändern. Vor allem aus Nordrhein-Westfalen sind in den vergangenen Wochen viele Anfragen bezüglich Wettkämpfen im Shooto eingegangen. Im kommenden Jahr sind Amateurveranstaltungen für Norddeutschland, NRW, Bayern und Baden-Württemberg geplant. Damit sollte Shooto dann die Brücke zu vielen anderen Bundesländern schlagen können. Die etablierte und bekannte Eventserie “Contenders” wird im kommenden Jahr nur zwei Mal in Reutlingen ausgetragen. Drei bis vier andere “Contenders” sollen in den anderen Bundesländern stattfinden und somit allen Kämpfern die Möglichkeit geben, in Deutschland Shooto zu kämpfen, ohne dabei auf das Ausland (Holland, Belgien, Schweiz oder Italien) ausweichen zu müssen. Sportschulen und Veranstalter, die sich für die Ausrichtung einer Amateurveranstaltung interessieren, können sich vorab schon gerne an Peter Angerer über Facebook wenden.

Mehr Fights für die Profis

Im kommenden Jahr soll es zudem auch vermehrt Profikämpfe im Rahmen von “Contenders” Veranstaltungen geben. Sozusagen als Main Event der etablierten Serie wird es jeweils ein oder zwei Profibegegnungen im Shooto geben. Parallel hierzu werden gerade Gespräche mit anderen Veranstaltern im gesamten Bundesgebiet geführt, welche Interesse gezeigt haben, Profikämpfe bei ihren Events unter Shooto Regeln durchzuführen. Gerade dies wäre ein Win-Win Situation für alle Beteiligten. Zum Einen kann durch die Kommission für derartige Kämpfe immer ein geschultes und zertifiziertes Kampfgericht gestellt werden. Zudem werden die Ergebnisse dieser Kämpfe auch in den europäischen und japanischen Rankings berücksichtigt. Damit würden sich die Veranstalter an ein weltweit agierendes Netzwerk anschließen und bieten somit ihren Kämpfern echte Perspektiven für eine gute sportliche Zukunft. Und zu Guter Letzt bietet Shooto mit seinen Profikämpfern echte Qualität für die Veranstaltungen. Die Shooto Profis aus Deutschland haben in der Vergangenheit auch immer wieder bei anderen Labels gezeigt, dass sie zu den Top Fightern im Business gehören und eine Bereicherung für jede Fight Card sind.

Shooto Germany hat sich für das kommende Jahr also wirklich einiges vorgenommen. Dank der Hilfe zahlreicher Unterstützer und der offiziellen Shooto Teams und Schulen ist man sich sicher, dass man diese Ziele auch zeitnah umsetzen wird. Shooto is ichiban!

Teilen