Exklusiv Interview mit Sascha Massafra

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Für viele Zuschauer war es der „Kampf des Jahres“: die Ringschlacht zwischen Nick Salchow und Sascha Massafra bei „Respect FC 11“ am 5. April in der Bayer Arena in Dormagen hat wirklich jeden Hardcore MMA Fan begeistert! Auf der Webseite von „Seven Sport Fotografie“ gibt es eindrucksvolle Bilder der MMA Fotografin Pervin Inan-Serttas, welche es geschafft hat, die besten Momente des Kampfes im Bild festzuhalten. Ein extrem starker und gut vorbereiteter Salchow brachte dem bis dato ungeschlagenen Shooto Champion mit einer „Split Decision“ die erste Niederlage seiner Profikarriere bei. Nun, eine Woche nach diesem extrem hart geführten Kampf, der auf beiden Seiten für viel „kaputtes Material“ gesorgt hat, stellte sich Sascha Massafra einem exklusiven Interview für Kakutogi.

Kakutogi: Hallo Sascha, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst. Stell Dich unseren Lesern bitte selbst kurz vor.

Sascha Massafra: Ich bin Sascha Massafra, 21 Jahre alt und trainiere im KS-Gym München.

Kakutogi: Am vergangenen Samstag hast Du in Dormagen bei Respect FC gegen Nick Salchow gekämpft. Bitte schildere uns diesen Kampf Runde für Runde aus Deiner Sicht.

Sascha Massafra: Ja, ich hatte mich riesig auf diesen Kampf gefreut, und es war auch ein cooler Kampf. Ich rechnete mit einem Double Leg von ihm, aber es kam eine rechte Bombe direkt auf die Nase. Den Rest der ersten Runde ging es hin und her und wir tauschten Schläge und Tritte aus, die Runde war relativ ausgeglichen. In Runde 2 drehte ich etwas auf, ich landete einige Treffer und er war am Rande des KO´s, er wollte den Kampf auf den Boden verlagern aber ich konnte dies abwehren, kurz vor Ende der Runde gelang mir im Bodenkampf die Cruzifix Position, leider kam dann aber der Gong. In der letzten Runde waren wir denke ich beide ziemlich ausgelaugt, ich fing aber zu spät an ihn zu bearbeiten, mit einem Takedown von ihm fielen wir zu Boden, er blieb den Rest der Runde in Oberlage. Es war ein sehr knapper Kampf, aber mit der letzten Runde bin ich überhaupt nicht zufrieden. Vielleicht hat es Gott so gewollt. Nick Salchow war ein sehr fairer und starker Gegner ich bedanke mich für den Kampf.

Kakutogi: Wie gehst Du jetzt im Moment mit Deiner ersten Niederlage als Profi um?

Sascha Massafra: Ich hab es selbst verschenkt. Es ist nicht einfach, aber man muss voran schauen.

Kakutogi: Was hättest du rückblickend in dem Kampf gegen Salchow anders machen können oder sollen?

Sascha Massafra: Hätte, hätte Fahrradkette… Grundsätzlich seine Schlaghand mehr meiden. In der 2. Runde sollte ich mir etwas mehr Zeit bei den Aktionen lassen und einfach einen präzisen und harten Schlag anbringen wo er angeschlagen war, und bei einem gesprawlten Takedown Knie zum Kopf schießen. 3. Runde einfach aggressiver sein und evtl. selbst den Kampf auf den Boden verlagern.

Kakutogi: Du warst nach dem Kampf sichtlich gezeichnet. Wirst Du trotzdem bei „SHOOTO KINGS“ am 03. Mai Deinen Titel verteidigen, oder kannst Du verletzungsbedingt nicht antreten?

Sascha Massafra: Wir sahen beide ziemlich gut aus, hehe. Mir geht es gut. Es wird nächste Woche entschieden, es müssen leider ein paar Sachen erledigt und besprochen werden. (Anmerkung: Sascha Massafra erhält keine Freigabe für seine Titelverteidigung von Shooto Germany Präsident Peter Angerer)

Kakutogi: Welche Ziele hast Du noch für dieses Jahr in sportlicher Hinsicht?

Sascha Massafra: Die Dinge sehen jetzt anders aus für mich, wir werden sehen was jetzt kommt. In erster Linie möchte ich gesund bleiben, viel trainieren, mich weiter verbessern und natürlich kämpfen!

Kakutogi: Vielen Dank für deine offenen Antworten, Sascha. Die letzten Worte gehören wie immer Dir.

Sascha Massafra: Ich möchte mich bei meiner Familie und meinen Freunden bedanken, dafür dass sie an mich geglaubt haben. Danke für die Unterstützung und jede Nachricht vor und nach dem Kampf, Freundschaft und Zusammenhalt -das macht einen stark. Vielen Dank an mein KS-Gym für das super Training und an alle Trainer- Stephan Feldmeier, Sascha Richter, Dirk Knupfer- und Trainingspartner. Danken möchte ich auch noch Peter Angerer.

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