Die GAMMAF und Shooto werden Partner!

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Es gibt sie noch. Die seltenen Tage, an denen Funktionäre das Machtgehabe und das Ego beiseite lassen, um etwas für den Sport zu bewegen. An denen es um das geht, was die Sportler in unserem Land weiterbringt – und nicht den Einzelnen. Heute war einer dieser Tage. Adrian und Lusen Bakos, die beiden wichtigsten Köpfe der GAMMAF (German MMA Federation) und Peter Angerer, Präsident von Shooto Germany, trafen sich heute Nachmittag in Reutlingen zu einem mehrstündigen persönlichen Gespräch. Gemeinsam wollte man schauen, ob man den Amateur- und Profisport in den Mixed Martial Arts in Deutschland ausbauen und gemeinsam nach vorne bringen kann.

Man kann! Alle drei Beteiligten verstanden sich auf Anhieb und stellten klare Gemeinsamkeiten in der Zielsetzung für das MMA in Deutschland fest. Und anstatt sich zu bekriegen und zu konkurrieren beschloss man, den Weg in Deutschland zukünftig gemeinsam zu gehen und die Energien der GAMMAF mit denen von Shooto Germany zu bündeln.

Die Sportler hierzulande dürfen sich freuen! Im Interesse der Athleten beschloss man eine sehr umfangreiche und weitgehende Kooperation der beiden Verbände. Das Wohl der Sportler, ihre Chancen auf echte Perspektiven – sowohl als Amateur, als auch als Profi – und gemeinsame Anstrengungen für eine gesellschaftliche Anerkennung und Akzeptanz des MMA Sports waren hier die klaren Eckpfeiler für eine Zusammenarbeit.

Kurz zusammengefasst ergeben sich folgende Zugewinne für die Sportler beider Verbände:

  1. Die Mitglieder beider Verbände sind gleichgestellt. Das bedeutet ganz einfach gesagt, dass z.B. Mitglieder der GAMMAF bei Shooto Events wie Shooto Mitglieder behandelt werden und anders herum natürlich auch. Die Sportler können sich freuen. Ein Mitglied der GAMMAF muss zum Beispiel nicht Shooto Mitglied sein, um auf Shooto Events kämpfen zu dürfen (Jahresbeitrag). Dies beinhaltet z.B. auch das Recht, um die Amateur- oder Profititel des Verbandes kämpfen zu können.
  2. Die Rangliste von Shooto Germany wird zukünftig auch alle GAMMAF Events erfassen und gleichberechtigt werten. Die Ergebnisse der Sportler der GAMMAF werden mit gleicher Wertigkeit in der Rangliste berücksichtigt. Das heißt auch, dass Shooto Mitglieder unentgeltlich bei GAMMAF Events kämpfen können und auch diese Kämpfe für die Shooto Rangliste zählen.
  3. Beide Verbände selektieren eine gemeinsame Nationalmannschaft für die Europa- und Weltmeisterschaften der WMMAA und von Shooto. Kämpfer beider Verbände haben die gleichen Chancen sich für dieses Nationalteam zu qualifizieren und somit international auf großen Veranstaltungen starten zu können. Sportlich ein absoluter Mehrgewinn für die Athleten.
  4. Shooto Germany stellt der GAMMAF seine Struktur an Landestrainingsstützpunkten als Ansprech- und Kooperationspartner für Lehrgänge und gemeinsame Kaderlehrgänge zur Verfügung.

Ganz einfach gesagt: man nimmt den Sportlern die Qual der Wahl für einen Verband ab, behandelt alle Sportler gleich und lässt die lästige Verbandsmeierei zu Lasten der Sportler einfach hinter sich. Ein Konzept der Offenheit und gemeinsamen Anstrengungen beim Erreichen wichtiger Ziele steht hier deutlich im Vordergrund.

Natürlich ergeben sich hier für die Profisportler im Shooto auch die Möglichkeiten bei M1 Global unter Beweis zu stellen, aus welchem Holz man geschnitzt ist. Es profitieren also wirklich ALLE Sportler von dieser Zusammenarbeit und man hofft gemeinsam, dass dieses Beispiel einer verbandsübergreifenden Kooperation in Hinblick auf die sportliche Wertigkeit des MMA in Deutschland Schule macht. Die Weichen sind für eine großartige sportliche Zukunft gestellt.

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