All eyes on: Kristin Angerer

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Das Quartett der starken Kämpferinnen im German Top Team wird mit der „First Lady“ des Shidokan in Deutschland komplettiert: Kristin „Hannya“ Angerer. Seit 10 Jahren trainiert die 31jährige Athletin im German Top Team und schon 2012 stellten sich internationale Erfolge im Shidokan Karate ein, als sie die prestigeträchtigen All Japan Open Championships in Tokio gewinnen konnte. Ab da lief alles nach Plan und zeitweise, wie im Film. Siegerin der French Open, Siegerin der All Japan Open, Europameisterin, Weltmeisterin… Egal, wo die ehrgeizige Athletin im Vollkontakt Karate antrat, sie stand zumeist ganz oben auf dem Treppchen und mauserte sich in nur wenigen Jahren zur absoluten Nr. 1 weltweit im Shidokan bei den Damen. Dabei waren einige Wechsel in andere Kampfdisziplinen gar nicht so von ihr geplant, sondern haben sich mehr oder weniger kurzfristig ergeben. So zum Beispiel ihr Pro MMA Debüt bei „No Compromises FC“ in Bremen, als sie mit weniger als 24 Stunden Vorlauf gegen die Lokalmatadorin Katharina Albinus antrat und zur großen Überraschung ohne Vorbereitung einen Sieg einfahren konnte. Die Shooto Europameisterin der Amateure von 2012 hat sich also gleich einen Einstand nach Maß ausgesucht.

Ausflüge ins Grappling (ADCC German Open Championess Intermediate 2017) und zum Kickboxen waren für Kristin eigentlich immer nur Mittel zum Zweck, um aktiv im Kampfgeschehen zu bleiben, wenn mal gerade kein Kampf im Vollkontakt Karate anstand. Denn das ist ihre große Liebe und Leidenschaft und hier sieht sie ganz klar ihre Wurzeln. Dass sie aber auch anders kann, hat sie nochmals 2017 bewiesen, als sie sich der Nr. 1 der Weltrangliste King Reina in Japan im Profi MMA bei DEEP „Jewels“ stellte. Dass sie den Kampf verloren hatte ärgert sie noch heute, da sie mit entsprechender Vorbereitung über einen längeren Zeitraum mehr Chancen für sich gesehen hätte. Die Erfahrung bereut sie dennoch nicht, auch wenn es in letzter Zeit etwas still um sie wurde. Aber anstatt sich auf der ganzen Welt im Ring mit anderen Frauen im Vollkontakt ohne Schutzausrüstung zu messen hat sie eine neue Herausforderung angenommen und ist seit einem Jahr Vollblut- und Vollzeitmami für den Stammhalter der Familie Angerer. Dennoch juckt es sie immer wieder gewaltig in den Fäusten.

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Momentan steigt sie langsam wieder ins Training ein und plant noch für dieses Jahr wieder ins Kampfgeschehen einzugreifen, allerdings erst mal ganz ohne Druck und große Erwartungshaltungen. Der Spaß an der Sache steht bei ihr nach wie vor immer noch an erster Stelle, ein Konzept, das ihr sensationelle Erfolge auf der ganzen Welt beschert hat.

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